Hosd mi gseng?

D as mit dem Plakatieren ist so eine Sache. Irgendwie nervt es jeden und doch geht es nicht ohne. Denn wer nicht hängt, der wird gerne mal vergessen. Und das möchte ich nicht.

Ich möchte auf mich und meine Themen aufmerksam machen; wofür ich stehe und wofür ich mich einsetzen will. Nicht jeder liest regelmäßig die Zeitung oder informiert sich im Internet. Darum braucht es Plakate. Nur ein Foto von mir mit Listenplatz und Wahltermin war mir zu wenig. Es geht um Inhalte. Deshalb habe ich mich für zweiteilige Plakate entschieden, mit vier Kernbotschaften meiner politischen Überzeugung.

Was steckt hinter diesen Botschaften? Schauen Sie nach, nicht nur bei mir…

Politische Entscheidungen werden häufig „nur“ für Mehrheiten getroffen und lassen dabei viele Menschen vollständig außer Acht. Das umfasst die unterschiedlichsten Bereiche, so hat unsere Landesregierung Jahrzehnte gebraucht, um zu bemerken, dass es abseits der Ballungszentren auch noch den ländlichen Raum gibt. Es wird über die Zukunft der Kinder und Jugendlichen gesprochen, über den Bildungsstandort Bayern und man vergisst dabei auch über diejenigen zu sprechen, die es nicht so leicht haben, über die Kinder und Jugendlichen, die froh sind, wenn sie überhaupt einen Schulabschluss erreichen und danach eine Arbeit finden. Oder über die Lehrer, die jährlich entlassen werden und auf eine Wiedereinstellung hoffen müssen. Wie möchte man sich so eine sichere Existenz aufbauen?

Nicht mit mir. Wir dürfen niemanden zurücklassen.

Seit Jahren – oder gar Jahrzehnten – rühmt sich die Bayerische Landesregierung mit der Stärke des Freistaates. Wie fortschrittlich wir sind und wie gut es um unseren Haushalt bestellt sei. Und ich kann es nicht mehr hören. Das, was behauptet wird, sagt nur etwas über den Durchschnitt aus. Wenn mein Nachbar Millionär ist, bin ich dann (im Durchschnitt) halber Millionär? Man möchte uns mit guten Bilanzen eine gute Politk vorgaukeln. Doch dieser Wohlstand und Fortschritt kommt kaum bei uns an. Unseren Kommunen wird der Hahn abgedreht, unsere Infrastruktur bröckelt und viele unserer Kinder müssen ihre Heimat für einen guten Job verlassen, um nur ein paar Punkte aufzugreifen (hier erfahren Sie darüber mehr).

Ist das der bayerische Wohlstand? Für mich nicht. Ich möchte mich um eine deutliche bessere Finanzausstattung der Kommunen kümmern und ihnen den nötigen Handlungsspielraum einräumen. Denn letztlich sitzen dort mit unseren Kommunalpolitikern die Experten, die ganz genau wissen, was wirklich gebraucht wird.

Ich sage ausdrücklich, wir haben was zu sagen, und nicht etwa, dass wir etwas zu sagen haben sollten. Denn ich fordere nicht mehr und nicht weniger als bestehendes Recht ein:

Frauen und Männer sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

Verfassung des Freistaates Bayern, Artikel 118 (2)

Faktisch sind wir aber unterrepräsentiert in Politik und Wirtschaft. Ich möchte sicher nicht behaupten, dass Frauen bessere Entscheidungen treffen als Männer, aber wir haben einen anderen Blickwinkel auf die Dinge. Und von einer ausgewogenen Mischung beider Blickwinkel profitieren nicht nur wir Frauen, sondern alle. Ich fordere keine Bevorzugung von Frauen, sondern einfach nur die verfassungsgemäße Gleichberechtigung endlich umzusetzen.

Politik muss für Menschen gemacht werden. Gesetze müssen den Menschen helfen, nicht ihnen im Weg stehen. Die Gesamtheit unserer Gesetze dient letztlich dazu, unser Zusammenleben zu regeln und den Zusammenhalt zu stärken. Das macht das politische System eines Landes, eines Staates aus. Es kann und darf daher nicht sein, dass durch die Politik Ungleichheiten verschärft werden, dass die Armen gegen die Ärmsten ausgespielt werden und Abgeordnete oder Parteien Hass unter den Bürgern schüren und das auch noch zum Ziel ihrer Politik machen.

Ich möchte die Politik in Bayern wieder dahin führen, für das Wohl der Menschen zu sorgen; das Wohl aller Menschen. Unabhängig davon, welche Religion, Hautfarbe, sexuelle Gesinnung sie haben oder woher sie abstammen. Wir sind alle Menschen.